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Schnee-Atmosphären-Physik

Videokonferenz mit der Antarktis

Mit der Zeit sammeln sich ganz schön viele Schülerinnen und Schüler an, die man in seinem Lehrerleben schon begleiten durfte. Und dann bekommt man auf einmal eine Email, die so anfängt: „Hallo Herr Strauß... vielleicht erinnern sie sich noch an mich, Anja Mödl, aus der Bigband oder dem Geographie Abitur. Mittlerweile promoviere ich im Bereich Schnee-Atmosphären-Physik am Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos. Im Zuge meiner Promotion nehme ich in diesem Winter an einer Forschungsexpedition in die Antarktis teil...“
Ich konnte mich in diesem Fall aber sofort erinnern und habe voller Begeisterung gleich eine Antwort zurückgeschrieben.

Aber eins nach dem anderen:
Anja Mödl hat im Jahr 2016 hier am Gym Hip das Abitur gemacht. Danach ging sie nach Nürnberg, um 7 Semester lang Mathematik und Physik zu studieren, und anschließend hat sie in Utrecht, Niederlande, ihren Master in Klimaphysik gemacht. Nach ihrem Abschluss begann dann die Promotion mit obengenanntem Thema in der Schweiz. Und geschrieben hat Anja mir, weil sie anbietet zwei Videokonferenzen mit Schülerinnen und Schülern vom Gym Hip live aus der Antarktis zu machen. Ihr Forschungsaufenthalt beginnt am 15.12. und geht über zwei Monate. Geplant sind die beiden Videokonferenzen für den 15.01.26. Teilnehmen werden neben dem Geographiekurs aus der Q13 und der 11a und auch noch zwei weitere Klassen, die noch nicht feststehen. Ebenfalls dürfen Interessierte aus der Q12 und Q13 dabei sein, sofern Ihre Lehrkräfte damit einverstanden sind.

Anja wird sich auf der Mario Zucchelli befinden, einer italienischen Forschungsstation, die für bis zu 120 Personen ausgelegt ist. Sie liegt in der Ostantarktis auf einem eisfreien Felsen etwa 15 m über dem Meeresspiegel und ca. 100 m vom Meer entfernt. Sie liegt auf fast 75° südlicher Breite, weshalb der Polartag dort rund 4 Monate dauert. Die Sonne geht also von Ende Oktober bis Ende Februar gar nicht unter.

Um sich auf Ihren Aufenthalt vorzubereiten, musste Anja ein Survival-Camp absolvieren und alles, was sie mitnehmen möchte, wird vorher desinfiziert, weil die dort noch weitgehend unberührte Natur möglichst gut geschützt werden soll.

Ich (und hoffentlich auch die Schülerinnen und Schüler) freuen uns unheimlich auf diese spannende Erfahrung. Die Zeitverschiebung beträgt 12 Stunden, was bedeutet, dass Anja die beiden Videokonferenzen abends nach ihrem Arbeitstag halten wird. Für ihre Forschungsarbeit wird sie unter anderem mit einem Helikopter auf ca. 35 km entfernt liegende Eisflächen geflogen, wo dann die Strahlungsmessungen auch mit Hilfe von Drohnen durchgeführt werden.

Als ich Anja in den Herbstferien an der Schule getroffen habe, um alles zu besprechen – und auch um ihr ihre alte Schule zu zeigen, die sich aber ja durch den Neubau ziemlich verändert hat, habe ich sie noch gefragt: „Anja, warum machst Du das eigentlich? – Ich möchte junge Leute für die Wissenschaft begeistern und meiner alten Schule etwas zurückgeben!“

StD Georg Strauß

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