Zwischen Störchen, Macarons und dem europäischen Parlament – Ausflug ins Elsass 2026
Eigentlich hatten sich die Französisch lernenden Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen auf einen klassischen Schüleraustausch gefreut: In Gastfamilien wohnen, den französischen Alltag hautnah erleben und neue Freundschaften schließen.
Doch dieser sollte dieses Jahr leider nicht zu Stande kommen. Statt des geplanten Austauschs ging es für die 24 Ausflugsteilnehmenden für vier Tage mit Frau Brandenburger und Herrn Lenzen nach Metz – und auch, wenn zunächst etwas Enttäuschung mitschwang, wurde schnell klar: Diese Reise würde ganz sicher alles andere als langweilig werden.
Am Montag, den 09.02.26 trafen sich alle vollbeladen und ziemlich aufgeregt am Nürnberger Hauptbahnhof. Von dort aus ging es über Mainz, Saarbrücken und Forbach in das Städtchen Metz. Dort angekommen, war die müde Gruppe eher weniger begeistert ihre Koffer noch zweieinhalb Kilometer über Kopfsteinpflaster zur Jugendherberge ziehen zu müssen. Nach dem Beziehen der Zimmer, einem leckeren Abendessen und einem kleinen Stadtspaziergang fielen alle erschöpft in ihre Betten.
Mit frisch geschöpfter Kraft begaben sich tags darauf alle zurück zum Bahnhof, um von dort aus mit dem Zug nach Straßburg zu fahren. Mit Hilfe eines digitalen Escape Games durch die Staßburger Innenstadt, lernten die Schülerinnen und Schüler diese von allen Seiten kennen. Perfekt ergänzt wurde das Erkunden der Stadt durch eine einstündige Bootsfahrt auf der Ill. Bequem zurückgelehnt, konnte man das schöne französische Ambiente mit den verzierten Fassaden, alten Bauwerken und heimeligen Fachwerkhäusern genießen. Aber auch das europäische Parlament konnte fotografiert werden. Wieder an Land, durften sich die Schülerinnen und Schüler in kleine Gruppen aufteilen und die Stadt noch einmal auf eigene Faust erkunden. Mitbringsel wurden geshoppt, kleine Bäckereien besucht und natürlich auch typisch französisches Abendessen gekostet. Erst nach knappen drei Stunden Freizeit fanden alle wieder zusammen. Am vorherigen Tag schien aber etwas mit den Zugtickets für den Rückweg schiefgelaufen zu sein. Nur ein kleiner Teil der Gruppe konnte mit dem geplanten Zug zurück nach Metz fahren. Der Rest musste sich wohl oder übel noch eine knappe Stunde die Zeit am Bahnhof vertreiben. Schließlich kamen aber doch alle nach einem gelungenen Tag glücklich in der Jugendherberge an.
Nachdem sich die Gruppe bereits zwei Nächte in Metz verbracht hatte, sollte der dritte Tag endlich dazu genutzt werden die Stadt richtig zu erkunden. Etwas ausgeschlafener als am Tag zuvor, nahmen alle an einer Stadtführung (die zur Erleichterung vieler auf Deutsch stattfand) durch die Innenstadt teil. Etwas hungrig von dem vielen neugewonnenen Wissen, suchten sich die Schülerinnen und Schüler etwas zum Mittagessen. Frisch gestärkt besuchten sie das Kunstmuseum Centre Pompidou-Metz. Viele der Schülerinnen und Schüler waren fasziniert von den abstrakten Kunstwerken des Museums. Anschließend hatten sie die Möglichkeit selbst Erfahrungen in der wunderschönen französischen Stadt zu sammeln. Da das Abendessen für diesen Tag aber wieder in der Jugendherberge angedacht war, sollten sich die Touristinnen und Touristen zwischen siebzehn und achtzehn Uhr selbstständig wieder in der Jugendherberge einfinden. Anders als man es von deutschen Jugendherbergen gewohnt ist, war aber auch dieses Abendessen mindestens so lecker wie das am ersten Abend. Drei Gänge wurden auf einem kleinen Servierwagen vom freundlichen Herbergsvater an die Tische gebracht. Sogar hier lässt sich die gehobene französische Essenskultur wiederfinden. Nach einem erneuten kleinen Spaziergang und einer kurzen Spielerunde, ging auch dieser Tag langsam zu Ende.
Etwas niedergeschlagen, dass die Zeit in Frankreich so schnell verstrichen war, lief die Gruppe am letzten Tag der Reise durch den Regen zurück zum Bahnhof. Klitschnass, aber glücklich, stiegen sie in ihren Zug nach Saarbrücken. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrten die zwischenzeitlich zu Elsassfans gewordenen Schüler und Schülerinnen am Donnerstag über Frankfurt nach Nürnberg zurück.
Abschließend kann man sagen: Auch wenn anfangs dem Frankreichaustausch hinterhergetrauert wurde und manche Macarons nicht ganz unversehrt in der Heimat ankamen, war der Ausflug nach Metz ein voller Erfolg, der für das zweite Französischhalbjahr motiviert.





