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DIE 3VERWANDLUNGEN

25. und 26. Januar 2019; Gymnasium Hilpoltstein – hier führte die Theatergruppe der Mittelstufe an zwei Tagen jeweils um 20.00 Uhr „Die drei Verwandlungen“ auf. Das Stück basiert auf einer Erzählung, die 1912 von Franz Kafka verfasst und veröffentlicht wurde, und setzt sich vor allem mit den Folgen von Stress und Überarbeitung auseinander.

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.“- Mit diesen Worten muss sich zu Beginn eine Schulklasse im Deutschunterricht auseinandersetzten. Viele Schüler, besonders Paul, haben aber nur wenig Verständnis für diese „kafkaeske“, also vollkommen übertriebene, Erzählung. Und auch für einige Zuschauer erscheint die Handlung erst unsinnig. Wer wacht schon plötzlich als Käfer auf? Immer wieder wechseln sich Dialoge unter den Schülern mit den Geschehnissen in Kafkas Geschichte ab, sodass schnell klar wird, dass hier viele Metaphern im Spiel sind. Der einzige Sohn der Familie Samsa, Gregor Samsa, verwandelt sich in einen Käfer und ist fortan arbeitsunfähig, was die Familie in eine finanzielle Krise stürzt. Und als ob das noch nicht genug wäre, beginnen auch noch die Nachbarn über das Unglück zu sprechen. Eine verzweifelte Mutter, ein wütender Vater und eine hin- und hergerissene Schwester – sie wissen, dass eine Entscheidung getroffen werden muss. Letztendlich verwandelt sich auch die Schwester von einem freundlichen Mädchen, das ihrem Bruder gegen den Willen der Eltern helfen wollte, zu einer jungen Erwachsenen, die die Familie entschlossen dazu aufruft, Gregor loszuwerden. Die Erzählung endet mit Gregor Samsas Tod, sinnbildlich dafür, dass man dem Druck, der tagtäglich auf einen jeden einwirkt nicht auf ewig standhalten kann und nur dann eine Chance im Leben hat, wenn man sich diesem entledigt. Das wird auch in der letzten Szene noch einmal aufgegriffen, in welcher Paul, der endlich verstanden hat, was Kafka eigentlich sagen wollte, zu seiner Deutschschulaufgabe von der Bühne durch den Zuschauerraum eilt und das Publikum mit den Worten „Tschüss, Gregor“ verabschiedet.

Insgesamt waren die Vorführungen an beiden Abenden gut besucht und der Theaterkurs, der zu großen Teilen aus neuen Schauspielerinnen und Schauspielern bestand, mit dem, seit diesem Jahr als Regisseur fungierenden, Herrn Georg Strauß legte eine tolle Premiere hin. Uns hat es trotz des großen Zeitaufwands sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf unsere nächste Aufführung im Oktober 2019 zusammen mit dem Wahlkurs Bühne & Kostüm, der als wichtiger Bestandteil für die Aufrechterhaltung der Illusion auf der Bühne sorgt.

Alyssa Menne und Marie-Sophie Köhler, 8a

 

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