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Fahrt nach Flossenbürg

Besichtigung der Gedenkstätte

Am 22. Juli haben wir, die 10. Klassen, die Gedenkstätte des Konzentrations- und Arbeitslagers in Flossenbürg besichtigt.

Nach der fast 2-stündigen Fahrt wurden wir dort von unseren Leiterinnen und Leitern empfangen, die uns eine 3-stündige, informative Führung auf dem gesamten Areal des ehemaligen KZs gaben (siehe Bild 1+2).

Zuerst haben wir den Steinbruch (Bild 3) besichtigt, an dem die Häftlinge durch Zwangsarbeit dazu gebracht wurden, massenweise harten Granit abzubauen. Dabei starben viele der Häftlinge, da sie ohne richtige Mahlzeiten und Ruhestunden nicht überleben konnten und sich so in den Tod arbeiten mussten. Andere starben aufgrund fehlender Absicherung bei Unfällen. Anschließend ging unsere Führung auf dem Barackengelände weiter (Bild 4). Dort gab es bei einer Ausstellung für uns die Möglichkeit, uns die damaligen Geschehnisse mit Hilfe von Erzählungen der Zeitzeugen sowie Fundstücken der früheren Häftlinge vorstellen zu können. Während wir die Ausstellung besuchten, informierte uns unsere Leiterin über die Todesmärsche, die kurz vor der Befreiung der Menschen aus den KZs veranlasst wurden. Bei diesen Märschen starben ca. ¼ der Menschen, wobei alle körperliche und psychischen Schäden erlitten. Zum Schluss haben wir das „Tal des Todes“ (Bild 5) mit dem Krematorium (Bild 6) besucht, in dem massenweise Menschen verbrannt wurden.

Durch den Lehrausflug in die KZ-Gedenkstätte ist uns noch einmal mehr bewusst geworden, wie schrecklich und grausam die Häftlinge damals behandelt wurden. Auch wenn das KZ-Gelände weitestgehend restauriert und „verschönert“ worden ist, wurden uns – besonders, je länger wir darüber nachdachten – diese Geschehnisse noch einmal deutlich. Durch die entwürdigende Behandlung wurde den Häftlingen ihre Menschenwürde genommen (Bild 7) und ihnen fehlte selbst für die kleinsten Dinge die Kraft, sodass sie nicht einmal mehr in der Lage waren zu fliehen. In der heutigen Zeit ist es fast undenkbar, dass so etwas überhaupt passieren konnte und deshalb ist es wichtig, dass jede Generation aufs Neue damit konfrontiert wird und nie vergisst, dass so etwas Grausames passiert ist und nie wieder passieren darf.

Lena Harrer, Ann-Katrin Feuerstein, Julia Haußner (alle 10c)

Bild1
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Bild3
Bild4
Bild5
Bild6
Bild7

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