Radio macht Schule!

Wer Spaß an journalistischer Arbeit, ein Gespür für interessante Themen, technisches Talent am PC und nicht zuletzt eine gute Stimme hat, der ist im Wahlkurs „Radio macht Schule“ genau richtig.

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Die Mitglieder treffen sich blockweise über das Schuljahr verteilt, um jeweils eine Radiosendung zu produzieren: Mit Umfragen, Beiträgen, Interviews zu aktuellen Schülerthemen und nicht zuletzt cooler „Mucke“. Wir hoffen, dass wir vielleicht schon ab nächstem Jahr über die Schullautsprecheranlage senden können.
 

InteressentInnen ab der fünften Jahrgangsstufe sind immer herzlich willkommen. Bitte einfach bei Frau Katheder und Frau Groß melden.

 

Eins gleich vorweg: Die meisten von uns Schülerinnen und Schüler hatten eine ganz andere Vorstellung, als sie sich für den Wahlkurs „Radio macht Schule“ anmeldeten. Coole DJs und DJanes wollten wir sein, die neben „abgespaceter“ Musik coole Sprüche ins Mikro „ablassen“. Doch schnell stellten wir fest: Radiomachen ist ziemlich harte Arbeit! Denn unsere CvDs1 Frau Katheder und Frau Groß verwandelten mit uns das Klassenzimmer in eine richtige Radioredaktion und wir bemerkten schnell:  Was wir bislang als Hörer für „Radiomachen“ gehalten haben – also die Moderation einer Sendung – ist eigentlich der allerkleinste Teil davon.

Radiomachen – nicht ganz einfach

Los geht das ganze erst einmal mit einer Redaktionskonferenz. Da treffen sich alle RedakteurInnen, also wir J, um passende Themen zu finden; und wir sagen euch, das ist gar nicht so einfach. Was interessiert alle? Was ist gerade aktuell und vor allem noch nicht Schnee von gestern, wenn die Sendung fertig ist? Wir wollten beispielsweise erst etwas über den UDO bei uns am Gym Hip machen. Die Sendung war dann im Mai fertig!!! Außerdem müssen Interviewpartner gefunden werden, die auch was Interessantes zu erzählen haben, und Umfragen müssen eingeholt werden. Da muss man sich erst einmal trauen, wildfremde Leute mitten auf dem Marktplatz in Hilpoltstein anzusprechen. Aber nach und nach wurden wir zu richtigen O-Ton2- Königinnen. Stolz brachten wir unsere Ausbeute in den Computer-Raum und dann standen wir vor dem nächsten Problem: Hilfe, wie bekomme ich die Daten in den PC und wie schneide ich die überflüssigen Teile raus? Plötzlich fühlten wir uns eher wieder wie blutige Anfänger. Das Schnittprogramm „audacity“ erschien uns erst mal wie ein unlösbares Informatikproblem. Doch Gott sei Dank bekamen wir schnell tatsächlich richtig professionelle Hilfe. Denn zum Glück hat unsere Schule mit der BLM (bayerische Landeszentrale für neue Medien = Vertreter der Privatradiostationen) und dem bayerischen Rundfunk starke Partner an ihrer Seite, die uns bei der Radioarbeit unterstützen. Eine echt coole Sache:

TurnOn – ein tolles Projekt des BR

Bei TurnOn unterstützen BR-Profis Schülerinnen und Schüler von ausgewählten bayerischen Schulen bei ihrer journalistischen Arbeit. In Workshops lernen die jungen Radiomacher grundlegendes Handwerkszeug, die Lehrer planen gemeinsam mit den Journalisten ihr Projekt. Jede Gruppe wird ein Schuljahr lang von einem Mediencoach des Bayerischen Rundfunks begleitet. Schüler wie Lehrer bekommen Einblick in das Berufsfeld Medien. Die Jugendlichen setzen sich mit Themen auseinander, die sie selbst auswählen. Sie lernen zu recherchieren und ihre Ergebnisse ansprechend zu formulieren - Schlüsselqualifikationen für Ausbildung und Beruf. Als aktive Medienmacher erwerben sie Medienkompetenz, durch Projektarbeit in der Gruppe werden soziale Kompetenzen und Kreativität gefördert. Klingt toll – ist es auch:

Schon bei unserem Workshop im Herbst fühlten wir selbst, dass wir auf einmal verstanden: „Radio ist Kino im Kopf“ – Wir müssen also mit Sprache Bilder im Kopf unserer Zuhörer malen, damit sie uns begeistert zuhören. Mit unserem persönlichen Mediencoach, also einem echten Radio-Profi vom Bayerischen Rundfunk der immer wieder für Workshops zu uns in die Schule kam, tüftelten wir dann an unseren Wettbewerbsbeiträgen zum großen Abschlusswettbewerb des Bayerischen Rundfunks. Bei diesem Wettbewerb machen alle TurnOn Schulen aus Bayern mit, meist weit über 40 Schulen.  

Die große Preisverleihung im Funkhaus in München findet dann ein Mal im Schuljahr in München im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks statt. Also drückt uns die Daumen, denn zu gewinnen gibt es Preise, die man mit Geld nicht kaufen kann: Ein Besuch im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin, Besuche in den Regionalstudios des BR in Bayern oder eine eigene Produktion im Hörspielstudio. Auf jeden Fall sind wir mittlerweile der Meinung: Radio macht nicht nur Arbeit, sondern vor allem auch Spaß.

 

[1] CvD: Chef vom Dienst: Darunter versteht man den Chefredakteur einer Sendung.

[2] O-Ton: Original-Ton = aufgezeichnete Aussagen von befragten Personen

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